mementobremse

Berlin, glitternd, glamourös, schlampig.


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Birte, Mirijam, Carola.

Schundroman würde ich das nennen, wenn ich es irgendwo lesen würde, den Hauptprotagonisten als ruchlos, nihilistisch, wahllos und desorientiert klassifizieren.
Zumindest desorientiert gebe ich zu, aber das liegt daran, dass alle ihre eigene Qualität und Schönheit haben und ich nicht in der Lage bin, eine eindeutige Entscheidung zu treffen. Muss ich auch nicht, weil es entweder schon entschieden ist, oder gar nicht gefragt ist. Jedenfalls noch nicht.
Mirijam möchte es locker, nicht oberflächlich, aber unverbindlich und mit Sicherheitsabstand. Das wir den langsam aber stetig unterschreiten, ist offensichtlich. Jedesmal, wenn wir Stunden irgendwo gesessen haben, trinkend und redend und anschliessend nach wild heruntergerissenen Klamotten nackt und keuchend so ineinander verwunden sind, dass man nicht mehr weiß, zu wem welches Körperteil oder welche Bewegung gehört.
Wir würden auch nur mit dieser Art der Kommunikation auskommen, unser Sex ist nicht beschreibbar und auf eine Art unfassbar, wie ein entzweiter Gegenstand, der mal einer waren und dessen gesplitterte Bruchstelle nur genau auf das eine andere Stück passt. Rauschhaft, befreit, zügellos, Stunden.
Aber wir reden. Vorher, nachher, mittendrin, auf dem Weg, in der Küche, in der U-Bahn, wir fassen unsere Hände an, Draußen, im öffentlichen Raum. Grenzunterschreitung, Unverbindlichkeit geht anders. Carola kann das besser oder tut zumindest so, Birte tut so, aber kann es nicht gut. Aber die Lage ist hier auch eine andere.
Carola und ich haben nichts, was besprochen werden muss, noch nicht. Das liegt in der Natur dessen, wie wir uns kennengelernt haben, an einem dieser hitzigen Tage im Juni, zwischen zu freier Haut und freiwerdenden Pheromonen.
Birte, anders, gewichtiger, aber ohne den Fortschritt den es haben müsste. Sich in jemanden nicht verlieben, der nahezu perfekt ist, ist tragisch. So einen Kopf findet man nicht oft. Carola und Birte verdienen mehr als eine Fußnote. Die Umstände verdienen mehr als eine Fußnote. Ich muss die Ereignisse genauer erklären, die mich in diese Situation gebracht haben, mich genauer erklären. Später.
5.7.07 16:17


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Kater oder Katharsis, keine Ahnung

Langsam hole ich mich ein. Das geht so echt nicht. Das bin ich nicht und es macht mir keinen Spaß. Es verstört, lenkt mich ab, ab von dem, was eigentlich in mein Leben gehört.

Eine Würdigung oder Erklärungen der Situation wird nicht stattfinden, nur eine Korrektur des Status Quo.
Birte und ich, das ist geklärt, vor ein paar Tagen, offene Worte und ein trauriges Ende, jedenfalls was alles angeht, das über ein freundschaftliches Verhältnis hinausgeht. Wir verstehen es beide nicht und es hat nichts mit Carola oder Mirijam zu tun. Die beiden sind in einem anderen Universum.
Birte war eine Aussicht auf Dinge, die ich mir gewünscht habe, aber wo war die Liebe, als man sie dringend gebraucht hätte? Sehr uncool alles, sehr.

4 Wochen Doppeldreifachleben sind genug und ich kann mich nicht zerreißen, weder zeitlich noch gefühlt. Und zwischendurch frage ich mich dann auch hin und wieder, was für ein abgefucktes Arschloch ich eigentlich bin.
Nicht mal, weil ich Versprechen gegeben habe, die ich nicht einhalte, oder Verbindlichkeiten im Raum stehen, sondern weil ich dauernd irgendeinen Scheiß konstruieren muss, was ich gestern gemacht habe, vorgestern oder morgen, nur um das alles plus Arbeit, Freunde und Eigenzeit zu balancieren.

Selbstmitleid? Fehlanzeige. Wahllos, indifferent, und ja, ohne Moral fühle ich mich und das bin ich nicht. Das ist schlimmer als Selbstmitleid.

Vielleicht hatte, hat das ganze ein Gutes. Verstehen, was man nicht kann und will. Eskapaden gerne, Eskapismus auf keinen Fall.

"The only true freedom is freedom from the hearts desires"
..ein frommer Wunsch, mehr nicht. Deshalb: immer hübsch auf das Herz hören. Ich jetzt auch wieder.
10.7.07 16:51





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