mementobremse

Berlin, glitternd, glamourös, schlampig.


  Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 

http://myblog.de/mementobremse

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Kater oder Katharsis, keine Ahnung

Langsam hole ich mich ein. Das geht so echt nicht. Das bin ich nicht und es macht mir keinen Spaß. Es verstört, lenkt mich ab, ab von dem, was eigentlich in mein Leben gehört.

Eine Würdigung oder Erklärungen der Situation wird nicht stattfinden, nur eine Korrektur des Status Quo.
Birte und ich, das ist geklärt, vor ein paar Tagen, offene Worte und ein trauriges Ende, jedenfalls was alles angeht, das über ein freundschaftliches Verhältnis hinausgeht. Wir verstehen es beide nicht und es hat nichts mit Carola oder Mirijam zu tun. Die beiden sind in einem anderen Universum.
Birte war eine Aussicht auf Dinge, die ich mir gewünscht habe, aber wo war die Liebe, als man sie dringend gebraucht hätte? Sehr uncool alles, sehr.

4 Wochen Doppeldreifachleben sind genug und ich kann mich nicht zerreißen, weder zeitlich noch gefühlt. Und zwischendurch frage ich mich dann auch hin und wieder, was für ein abgefucktes Arschloch ich eigentlich bin.
Nicht mal, weil ich Versprechen gegeben habe, die ich nicht einhalte, oder Verbindlichkeiten im Raum stehen, sondern weil ich dauernd irgendeinen Scheiß konstruieren muss, was ich gestern gemacht habe, vorgestern oder morgen, nur um das alles plus Arbeit, Freunde und Eigenzeit zu balancieren.

Selbstmitleid? Fehlanzeige. Wahllos, indifferent, und ja, ohne Moral fühle ich mich und das bin ich nicht. Das ist schlimmer als Selbstmitleid.

Vielleicht hatte, hat das ganze ein Gutes. Verstehen, was man nicht kann und will. Eskapaden gerne, Eskapismus auf keinen Fall.

"The only true freedom is freedom from the hearts desires"
..ein frommer Wunsch, mehr nicht. Deshalb: immer hübsch auf das Herz hören. Ich jetzt auch wieder.
10.7.07 16:51


Werbung


Birte, Mirijam, Carola.

Schundroman würde ich das nennen, wenn ich es irgendwo lesen würde, den Hauptprotagonisten als ruchlos, nihilistisch, wahllos und desorientiert klassifizieren.
Zumindest desorientiert gebe ich zu, aber das liegt daran, dass alle ihre eigene Qualität und Schönheit haben und ich nicht in der Lage bin, eine eindeutige Entscheidung zu treffen. Muss ich auch nicht, weil es entweder schon entschieden ist, oder gar nicht gefragt ist. Jedenfalls noch nicht.
Mirijam möchte es locker, nicht oberflächlich, aber unverbindlich und mit Sicherheitsabstand. Das wir den langsam aber stetig unterschreiten, ist offensichtlich. Jedesmal, wenn wir Stunden irgendwo gesessen haben, trinkend und redend und anschliessend nach wild heruntergerissenen Klamotten nackt und keuchend so ineinander verwunden sind, dass man nicht mehr weiß, zu wem welches Körperteil oder welche Bewegung gehört.
Wir würden auch nur mit dieser Art der Kommunikation auskommen, unser Sex ist nicht beschreibbar und auf eine Art unfassbar, wie ein entzweiter Gegenstand, der mal einer waren und dessen gesplitterte Bruchstelle nur genau auf das eine andere Stück passt. Rauschhaft, befreit, zügellos, Stunden.
Aber wir reden. Vorher, nachher, mittendrin, auf dem Weg, in der Küche, in der U-Bahn, wir fassen unsere Hände an, Draußen, im öffentlichen Raum. Grenzunterschreitung, Unverbindlichkeit geht anders. Carola kann das besser oder tut zumindest so, Birte tut so, aber kann es nicht gut. Aber die Lage ist hier auch eine andere.
Carola und ich haben nichts, was besprochen werden muss, noch nicht. Das liegt in der Natur dessen, wie wir uns kennengelernt haben, an einem dieser hitzigen Tage im Juni, zwischen zu freier Haut und freiwerdenden Pheromonen.
Birte, anders, gewichtiger, aber ohne den Fortschritt den es haben müsste. Sich in jemanden nicht verlieben, der nahezu perfekt ist, ist tragisch. So einen Kopf findet man nicht oft. Carola und Birte verdienen mehr als eine Fußnote. Die Umstände verdienen mehr als eine Fußnote. Ich muss die Ereignisse genauer erklären, die mich in diese Situation gebracht haben, mich genauer erklären. Später.
5.7.07 16:17


Ich habe mich..

...wiedergefunden. Was ich mit mir anfangen werde, weiß ich allerdings noch nicht genau. Nur soviel vorweg: in einem Jahr kann sich Alles ändern, absolut Alles.
12.10.06 20:11


Die Wirklichkeit...

...macht die dreistesten Witze.
Harmlos, nebenbei, vermutet nur mit Entertainment-Potential und einfach, weil das schreiben vorher so gut war, habe ich nachgegeben, also halb zog sie, halb sank ich dahin. Ein Freitag, danach wollte ich dann zu denen, die man als Mann landläufig "meine Jungs" nennt.
Im Verlauf der folgenden 8 Stunden ist dann doch was anderes daraus geworden und die Entscheidung ist für mich keine mehr, die ich treffen könnte, dazu fehlt die zweite Option.
Sie hat gute Teile von Julia - meinem Urmeter in diesen Dingen - und zu allem Überfluß auch noch Komponenten von Carola, auch nicht ohne und genau so selten und schön, vor allem aber: sie ist sie, smart, amüsant, freundlich,schön, weich, gutriechend und gutredend...mit anderen Worten: ein ernsthafter Zwischenfall, der mir den Unterschied zwischen einer Übereinkunft und in Flammen stehen nachdrücklich illustriert hat. Ich konnte mich nicht mal mehr an das Gefühl erinnern.
Entscheidungen entfallen bis auf weiteres, dafür steht mir ein häßliches Gespräch mit der ahnungslosen dritten Partei bevor, aber das konnte doch niemand ahnen, wirklich nicht..trotzdem habe ich kein schlechtes Gewissen, weil ich gewissenhaft handeln werde...
"have you ever wanted something so badly that i possesed your body and your mind, through the night and through the day?" ..ja, matt johnson, hatte ich schon lange nicht mehr so wie jetzt.
12.12.05 19:46


rewind....stop..play

Freitagmorgen und definitiv nicht meine Wohnung, wenig geschlafen, noch weniger an. Wenn man um gro?e Kontaktfl?che bem?ht ist, dann sieht das in der Regel so aus, als w?re man die ganze Nacht bei heftigem Seegang hin- und hergerollt worden. Kurz bevor einer der beiden in den Tiefschlaf sackt und der K?rper entspannt in die freie Fl?che zu fallen droht, dreht sich der andere, verfolgt und schlie?t die L?cke von Fu? bis R?cken. So f?llt man dann eben die ganze Nacht hin- und her, es gibt erheblich schlechtere Arten, nicht ausgeschlafen zu sein.

Ja, es war eine ?bereinkunft. Die Stimmung, das Gesagte, der Ort, das Essen, das Trinken, die Themen, der Ton, die Bewegungen, das Lachen, es war dieses Seltene, was man nicht banal mit einem H?nderuck beendet und nach Hause geht oder Banales, was eigentlich mit einem H?ndedruck maximal h?tte beendet werden m?ssen, aber es nicht getan hat.
Alles in allem weder peinlich noch stumm am Morgen, trotzdem ein Freitag und nicht mehr Zeit als f?r einen Tee, ich hab die Sonne im Gesicht als ich um 9 Richtung Torstra?e gehe und den Film nochmal ablaufen lasse...mit einem ziemlich langen Abspann.
6 Tage sp?ter, heute: Langsam mu? ich anfangen dar?ber nachzudenken, was es wird oder werden soll. Ger?t das "au?er Kontrolle", geht das, ist sie gut daf?r? Ab wann mu? ich wissen, ob oder ob nicht, was sind die ..ja Schei?e..was sind die Perspektiven?
Hadern und abwarten geht nicht, daf?r ist sie zu smart und das w?rde sie nicht verdienen..ich frage mich nur, warum ich schon wieder dar?ber nachdenke, wie man das glimpflich Regeln kann, falls es notwendig werden sollte...und ich frage mich, warum ich dar?ber nachdenke, warum es notwendig werden sollte. Ich bin weder - Achtung, das b?se Wort! - beziehungsgest?rt, noch desinteressiert, noch fehlt es mir an Wagemut, ich bin nur gelegentlich ein Idiot, simple as that...
Zumindest habe ich jetzt 8 Tage Luft, sie ist weggefahren, Ski..ein Sport, der mich echt nicht abholt, aber das ist definitiv kein Entscheidungskriterium, daf?r bin ich dann doch nicht Idiot genug.
8 Tage, da kann viel passieren...vielleicht bin ich Ende der Woche ein anderer Mensch, es gibt solche Wochen, an denen man sich auf einmal ver?ndert, an einem einzigen Tag.
Man wacht auf, es f?hlt sich anders an, man selber f?hlt sich anders und merkt es. Ein gutes Gef?hl, ich hatte es schon ein paar mal in den letzten Jahren und jedesmal hat es etwas bedeutet.
Die scheinbar ?ber Nacht eintretende Ver?nderung, die keine ist..weil die Jahre davor diesen Morgen gemacht haben...und seit 3-4 Wochen f?hle ich, da? so ein besonderer Tag sich wieder ank?ndigt, die Overt?re ist immer sowas wie eine fucking good Aura, denn genau die hab ich offenbar im Moment.....und genau deswegen habe ich keine Idee, was ich entscheiden werde, jetzt entscheiden kann, weil es morgen unter f?r mich nicht absehbaren Umst?nden schon falsch sein k?nnte..in genau dieser Sekunde hei?t das alles f?r mich einfach nur eins: eine gute Gelegenheit, Madrugada zu h?ren.


8.12.05 21:53


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung